Das Portrait als Spiegel

 

Was sehen wir, wenn wir Menschen betrachten? Wie erleben wir die Person, wenn wir sie frei Ihrer Handlungen, Gesten, Ausbildung und ihrer Position in der Gesellschaft als Wesen wahrnehmen?

 

Im Gegensatz zu einer Maschine, die das Bild eines Menschen wie eine Bildinformation nach Farbe und Helligkeit in bits und bytes auflöst, gleichen Meschen, beim Betrachten eines Anderen, ihre Wahrnehmung mit Hilfe der kongnitiven und emotionalen Empathie ab.

 

Kognitive Empathie lässt uns erkennen, was ein anderer fühlt. Emotionale Empathie lässt uns fühlen, was der andere fühlt.

 

Empathie spielt somit nicht nur in Bezug auf andere Menschen eine Rolle, sondern ist auch unter dem Aspekt der Eigenwahrnehmung bedeutsam.

 

Der sehende Mensch ist auch ein fühlender Mensch. So ist das Portrait eines anderen Menschen auch immer ein Spiegel für den Betrachter selbst und damit auch Teil eines Portraits von ihm selbst.