Interferenz bedeutet allgemein Überlagerung.

 

Wenn wir Dinge betrachten, gleichen wir das bereits Gelernte mit dem Neuen ab. Das Alte und das Neue überlagert sich und die Wirkung breitet sich, gleich einer Welle auf einer Oberfläche, aus.

Werden wir bestätigt, verstärkt und verdichtet sich unser Eindruck der Dinge. Ist das neue gegenläufig dem Alten, schwächen sich die Wellen und das Bild verändert sich erneut. Aber auch das aufeinandertreffen zweier oder mehrerer Eigenschaften, unterschiedlicher Natur, können komplett neue Elemente unserer Wahrnehmung erzeugen.
Unsere Wirklichkeit entwickelt sich in der Überlagerung von Möglichkeiten.

 

Die Struktur unseres Bewusstseins, unseres Erlebens gleicht einer Oberfläche von Wellen, eingebettet in den Lauf der Zeit.

 

Und um mit Goethe abzuschließen:


Todesstille fürchterlich!
In der ungeheuern Weite
Reget keine Welle sich.